Barseminar im September 2017

Obwohl die 3C media mit Unterrichtsfach „Küchen- und Restaurantmanagement“ nicht allzu viel am Hut hat, durfte sie dennoch das einzigartige Erlebnis einer professionellen Weinverkostung mit einem richtigen Weinexperten miterleben. Diese Möglichkeit wird ihnen durch den Unterricht in „Angewandtes Projekt- und Cateringmanagement“ gegeben, denn hier lernen sie unter anderem viel über Getränke und Getränkeservice.

Der Weinakademiker Herr Diplom-Sommelier Alfred Aftenberger erzählte uns vier Stunden lang allerhand über die österreichische Weinakademie in Rust, Weinbaugebiete unseres Landes, die Zucht von Weinreben und natürlich Interessantes über die österreichischen Spezialitäten wie Morillon, Sauvignon Blanc, Grüner Veltliner, Blauer Wildbacher, und co. Doch das Seminar war nicht nur ein Vortrag, sondern auch eine Diskussion über die vielen verschiedenen Geschmacksaromen und Düfte des alkoholischen Getränkes.

Wenn wir ein Glas Wein vor uns stehen haben, können wir Alter und Art nicht nur durch die Zunge, sondern auch durch den Geruchsinn, sowie unseren Tast- und Sehsinn erkennen. Denn beim Trinken tragen alle fünf Sinne zu einem vollen Genuss bei. Riecht er süß? Hat er eine dunkle Farbe, einen helleren Rand? Ist er jünger? Oder ist er rötlich/orange und daher schon reifer? Fühlt er sich im Mund flüssiger oder schwerer an? All das sind Kriterien, an denen man einen Wein erkennen kann. Wussten Sie übrigens, dass unser Geruchs-und Geschmackssinn am stärksten von allen trainiert werden können? Echte Weinliebhaber erweitern ihre Fertigkeiten bei jedem Schluck.

Ein kleiner Einblick in die herrlichen Geschmacksaromen des Weins wurde uns auch am eigenen Leib gewährt. Im sogenannten „Weinduftkoffer“ befanden sich acht Duftfläschchen mit diversen natürlichen Gerüchen. Reihum rochen wir daran und schrieben auf, wonach er für uns roch und womit wir das Aroma assoziierten. Denn das menschliche Gehirn speichert jeden Geruch mit einer Erinnerung ab. Ein Beispiel: Weihnachten riecht für viele nach Zimt und Vanille. Italien nach Paradeiser und Oregano. Unser Gehirn speichert diese Gerüche und teilt uns außerdem mit, ob wir etwas appetitlich oder als schlecht empfinden. Riecht ein Lebensmittel nicht mehr frisch und gut, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit verdorben sein und somit gefährlich für unseren Körper.

Es war gar nicht so einfach dahinterzukommen, welches Aroma sich in den Fläschchen versteckte. Zitrone und Erdbeere waren leichter, doch für Trüffel und grünen Paprika benötigten wir mehr Zeit. Gemeinsam schafften wir es allerdings, alle Geschmacksrichtungen zu erraten. Somit hatten wir schließlich einen Vorgeschmack auf die kommende Weinverkostung bekommen.

Nachdem uns Herr Aftenberger gezeigt hatte, wie man eine Flasche dem Gast richtig präsentiert und einschenkt, war es an der Zeit uns selbst im Service zu versuchen. Zum Service zählt natürlich auch, alle wichtigen Informationen des jeweiligen Weines richtig vorzutragen. Dabei wird folgendes erwähnt: Rebsorte, Jahrgang, Weingut, Herkunft, Alkoholgehalt und den Restzucker. Insgesamt kosteten wir vier vorzügliche Weine. Zusammen besprachen wir den Geruch, dann die Konsistenz und den Geschmack im Gaumen. Welch ein Geschmackserlebnis, wenn man einen Wein mit Ruhe und Konzentration genießt! Als ersten Wein verkosteten wir einen Grünen Veltiner (Jahrgang 2015) vom Weingut Klosterneuburg aus Niederösterreich mit einem Alkoholgehalt von 12,5 vol%. Dieser war trocken, aber angenehm im Abgang. Es ist selbsterklärend, dass jeder seine eigenen Vorzüge beim Weintrinken hat. Weiters probierten wir einen Sauvignon Blanc, dann einen Zweigelt und zum Schluss eine Beerenauslese. Ein besonders süßer aus Rosinen hergestellter Wein.

So einzigartig wie wir sind, so besonders ist auch ein jeder Wein. Jetzt, da ich weiß, worauf ich beim Trinken achten muss, bin ich mir sicher, meinen Lieblingswein nach einigen weiteren Kostproben zu finden.

Jana Aschauer 3C

Florenz Sprachreise 2017

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Das heurige Schuljahr startete für die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrganges ganz nach dem Motto: „Kaum wieder da, schon wieder weg.“

Wie auch die Jahrgänge vor uns zog es einen Großteil des Abschlussjahrganges in der für uns letzten gemeinsamen Schullandwoche für zehn Tage nach Florenz in die wunderschöne Toskana.  Die Mission dieser intensiven Sprachwoche lautete, die vorhandenen Sprachkenntnisse anzuwenden und zu verbessern.  Nach einer langen, erschöpfenden Busfahrt wurden wir zu zweit oder zu dritt bei unseren Gastfamilien, die uns sehr freundlich und mit offenen Armen in Empfang nahmen, untergebracht.

Das vielseitige Programm der Woche war einerseits in Unterrichtsstunden in der Sprachschule „Centro Fiorenza“ und andererseits in ein abwechslungsreiches Nachmittagsprogramm unterteilt.
Im Auftrag unserer italienischen Lehrer gingen wir auf die Straße, um die Bewohner von Florenz zu interviewen, und in den Stunden in der Schule wurden Grammatikregeln sattelfest gemacht.

Auch die Nachmittage wurden sehr aufregend gestaltet.  Wir besuchten die „Uffizi“,  ein weltberühmtes Museum, das bedeutende Kunstwerke der Renaissance beherbergt, die Ponte Vecchio, den Dom mit seiner großartigen Kuppel, den „Mercato Nuovo“ mit dem berühmten „Porcellino“ mit der goldenen Nase und das Weingut „Castello del Trebbio“, wo wir eine sehr amüsante Führung durch den großen Keller des jahrhundertealten Gutes und eine abschließende Weinverkostung genießen durften.

In den zehn Tagen durchquerten wir fast die ganze Toskana. So fuhren wir ans Meer für einen Abstecher in die ligurischen Bergdörfer „Cinque Terre“, in die mittelalterliche Stadt Siena, in das mondäne Viareggio mit seinen faszinierenden Belle Époque Villen und nach Pisa, wo wir natürlich lustige Fotos mit dem schiefen Turm auf der Piazza dei Miracoli schossen. 

Die freien, unverplanten Stunden nutzten viele, um in den Boutiquen der Stadt shoppen zu gehen, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden oder sich einmal quer durch die Spezialitäten der Toskana in den traditionellen Restaurants zu kosten.

Abschließend kann man sagen, dass uns die Sprachreise zu kleinen Italienischprofis machte und wir außerdem viele wertvolle Erfahrungen für unser weiteres Leben sammeln durften.

 

Katharina Walter 9B, Selina Hergg 9C